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Zeyad El Khadem
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Indem wir immer mehr Wissen erwerben, werden die Dinge nicht verständlicher, sondern geheimnisvoller.

Albert Schweitzer

Begriffsbestimmungen (NLP u.a.) für Seminarteilnehmer und Interessierte

© Zeyad El Khadem


Anker
der Reiz mindestens eines Wahrnehmungskanals, der automatisch eine bestimmte vorhersehbare Reaktion auslöst (Konditionierung).

ankern
einen Anker installieren; einen Erfahrungszustand mit einem wahrnehmbaren Reiz verbinden; geschieht meist unbewusst und ist ein natürliches Phänomen; durch gezieltes ankern können beliebige Reize mit beliebigen Reaktionen verknüpft werden.

auditiv
der Wahrnehmungskanal des Hörens, umfasst das Hören der Außenwelt sowie das Hören der "innerer Stimme" usw.

Augenbewegungshinweise (engl. "eye-cues")
unbewusste Augenbewegungen geben Hinweise darauf, wie jemand denkt, d.h. welche Wahrnehmungskanäle er gerade benutzt

Beeinflussung
das (unvermeidliche und meist unbewusste) Senden von verbalen oder non-verbalen Signalen, die von einer anderen Person (bewusst oder unbewusst) empfangen und verarbeitet werden

Bewusstsein
bewusste Wahrnehmung neurologischer Prozesse; begrenzt auf max. 7 (+/- 2) Informationseinheiten gleichzeitig; vs. Unterbewusstsein

Chunking
gewählte Grösse von Informations- einheiten; Meta, Makro, Mikro

Denken
Bewegung des Verstandes in der Zeit: innere (Re-)Präsentation von Erfahrungen (Vergangenheit) oder Konstruktion von Erfahrungen (Zukunft); Denken ist stets Aktivität auf den Wahrnehmungskanälen; siehe auch Down-Time; der größte Teil des Denkens geschieht unbewusst; demgegenüber steht das bewusste, diskursive Denken;

Down-Time
Aufmerksamkeit/Wahrnehmung ist "nach innen" gerichtet; vs. Up-Time

Eleganz
die durch konkretes Verhalten bewiesene Fähigkeit, ein Ziel ökologisch, ressourcenschonend, d.h. mit angemessenem Aufwand zu erreichen

Energiezustand
Zustand, in dem eine Person handlungsfähig ist

Entscheidungsvariablen
von einer Person erkannte (Wahl-)Möglichkeiten zur gezielten Veränderung Flexibilität; vs. Umweltvariablen

Erfahrung
Primärerfahrung vs. Sekundärerfahrung; Erfahrung ist Wahrnehmung;

Erfolg
das Erreichen eines Ziels (streng genommen ist Erfolg, was daraus erfolgt)

Ergebnis
(logische Ebene), Folge von Verhalten; wertfreie Bezeichnung für Erfolg

Fähigkeit
(logische Ebene), der (meist unbewusste) Gedanke, der der Handlung vorausgeht; das "wie" des Verhaltens

Flexibilität
mindestens drei Wahlmöglichkeiten für den Weg zum und zur Erreichung des Ziels

Flow-State
Balance zwischen Up-Time und Down-Time

Framing
einer Situation, einem Ergebnis, einem Verhalten etc. einen Bezugsrahmen und damit eine Bedeutung geben; Framing ist eine individuelle, meist unbewusste Verzerrung

Glaubenssätze
(logische Ebene), auf bestimmte Werte bezogene, begrenzende oder ermächtigende Überzeugungen der Person über Tatsachen, Möglichkeiten, Fähigkeiten; Glaubenssätze entscheiden über die Entwicklung von Fähigkeiten und die Wahrnehmung von Möglichkeiten. Nur wer glaubt, entwickelt ein Ziel

gustatorisch
der Wahrnehmungskanal des Schmeckens

Halluzination
abweichende Wahrnehmung von dem "was wirklich ist"; eine "positive" H. heisst etwas wahrzunehmen, was nicht da ist; eine "negative" H. heisst etwas nicht wahrnehmen, was da ist; selektive Wahrnehmung

Hauptmodalitäten
V-A-K(O/G), Wahrnehmungskanäle

Hypnose
(gr. hypnos, Schlaf) im engeren Sinn Schlaf oder schlafähnlicher Zustand (geschlossene Augen) in dem das Unterbewusstsein Suggestionen besser empfängt, weil der bewusste Teil des Verstands abwesend ist; im weiteren Sinn auch mit geöffneten Augen möglich; (Gegenteil: Wachzustand)

inkongruentes Verhalten
wenn ein Teil des Verhaltens einem anderen Teil scheinbar widerspricht; Verhalten wirkt in sich widersprüchlich und wenig überzeugend, z.B. wenn jemand "ja" sagt und gleichzeitig den Kopf schüttelt; vs. kongruentes Verhalten

Intelligenz
dem "Win/Win-Prinzip" entsprechend die durch Verhalten bewiesene Fähigkeit, Vorteile für sich und die anderen Beteiligten des (jeweils definierten) Systems zu schaffen (soziale Intelligenz)

Kalibrieren
Einprägen der Physiologie in einem bestimmten mentalen Zustand einer Person

Kinästhetisch
(aus dem griechischen) der Wahrnehmungskanal des Fühlens; er umfaßt sowohl emotionale (innere) als auch körperliche Empfindungen. Hier kann weiter differenziert werden in haptische, taktile, propriozeptive, viszerale sowie Temperatur- und Schmerz-Empfindungen.

Kognitiv (vs. affektiv)

Kongruentes Verhalten
wenn sämtliche Teile des Verhaltens miteinander übereinstimmen und sich gegenseitig verstärken; Verhalten wirkt in sich stimmig und überzeugend, z.B. wenn jemand "ja" sagt und dabei mit dem Kopf nickt; vs. inkongruentes Verhalten

Kompetenz
Zuständigkeit, Verantwortlichkeit, Fähigkeit, stets bezogen auf ein bestimmtes Ziel

Land (territory)
Metapher für das, was wirklich ist; "der Boden der Tatsachen", die objektive Wahrheit, die objektive Realität, vs. Landkarte

Landkarte (map)
Metapher für die Realität, das Weltbild des Einzelnen; jeder Mensch hat seine eigene, einzigartige Landkarte; die Landkarte ist nicht identisch mit dem Land; dieses Konzept entspricht dem sog. Konstruktivismus, wonach der Mensch in einem individuellen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprozeß sein Weltbild konstruiert

Leading
(engl. führen) jedes Verhalten, durch das eine gewünschte Reaktion der anderen Person erreicht werden soll; erfolgreiches Leading setzt Rapport und damit Pacing voraus

Logische Ebenen
Hierarchie von Zugehörigkeit zum System, Selbstbild, Werte/Glaubenssätze, Fähigkeiten, Verhalten und schliesslich Ergebnissen; Ergebnisse hängen von Verhalten ab, Verhalten hängen von Fähigkeiten ab, Fähigkeiten hängen von der durch Werte und Glaubenssätzen bestimmten Motivation ab, Werte und Glaubenssätze hängen vom Selbstbild ab

Macht
(von machen), die Fähigkeit zu handeln

Makro-
(-ebene) Kontext/Inhalt, gewählte Bezugsgrösse; vs. Mikro, Meta

Manipulation
(lat. Handhabung) Beeinflussung einer anderen Person, wird meist über die ursprüngliche Wortbedeutung hinaus mit mißbräuchlicher, unmoralischer Kontrolle gleichgesetzt

Matching
(engl. übereinstimmen) Meta-Programm, das darauf abzielt, Übereinstimmungen wahrzunehmen; vs. Mismatching

Meta-
(-ebene) jenseits, dissoziiert von Kontext und Inhalt; vs. Makro, Mikro

Meta-Position
dissoziierter Standpunkt, "Total-Perspektive", s. andere Wahrnehmungspositionen

Meta-Programme
auf tiefster unbewusster Ebene wirksame Programme, die stets gleiche Verhaltensmuster erzeugen

Mikro-
(-ebene) Bestandteile, Einzelheiten, bezogen auf die jeweilige Makro-ebene; vs. Meta

Mismatching
(engl. voneinander abweichen) Meta-Programm, das darauf abzielt, Unterschiede wahrzunehmen; vs. Matching

Mission
Berufung, wichtige persönliche Lebensaufgabe

Nominalisierung
die Bezeichnung eines Vorgangs mit einem Hauptwort, z.B. Erfolg, Freundschaft, Zusammenarbeit

Oberflächenstruktur
entspricht dem Begriff "Sekundärerfahrung": die sprachliche (und damit stets unvollständige) Beschreibung einer Primärerfahrung; vs. (Tiefenstruktur)

olfaktorisch
der Wahrnehmungskanal des Riechens

Opfer
Person, die ihr Selbstbestimmungspotential nicht nutzt; lässt sich fremdbestimmen

Pacing
(engl. Schritthalten) sich dem anderen sprachlich und körpersprachlich angleichen; je besser das Pacing, desto stärker der Rapport

Physiologie
körper(sprach-)licher Ausdruck des jeweiligen mentalen Zustands

Primärerfahrung
authentische, "echte" Erfahrung, die Summe der direkten Sinneseindrücke; entspricht dem Begriff der Tiefenstruktur; vs. Sekundärerfahrung

Problem
ein (im Vergleich zum Wunschzustand) unerwünschter gegenwärtiger Zustand; die Abweichung des Ist-Zustands vom Wunschzustand

Problemzustand
Bewusstsein/Wahrnehmung des "Unerwünschten", insbesondere Orientierungs-, Mut-, Ratlosigkeit; Problem

Profession
Berufung, vgl. Mission

Rapport (engl.)
Begriff, der auch in der Hypnose (und teilweise auch in der Technik) verwandt wird; bezeichnet einen tragfähigen Kontakt auf unbewusster (Beziehungs-) Ebene; unbewusstes Vertrauen, Verbundenheit (Empathie); ist erforderlich für das Leading (Führen); denn die andere Person wird nur folgen, wenn das Vertrauen stark genug ist; Rapport entsteht durch Pacing

Realität
dem Konstruktivismus entsprechend gibt es keine objektive Realität - oder jedenfalls ist sie uns Menschen unbekannt, da sich jeder Mensch in einem individuellen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprozess sein (subjektives) Weltbild konstruiert; hierfür hat sich im NLP die Metapher Landkarte eingebürgert.

Reframing
einer Situation, einem Ergebnis, einem Verhalten etc. einen anderen Bezugsrahmen und damit eine andere Bedeutung geben, vs. Framing

Sekundärerfahrung
Assoziationen, indirekte Sinneseindrücke, die durch Sprache ausgelöst werden ("Hörensagen"); entspricht dem Begriff der Oberflächenstruktur; vs. Primärerfahrung

Selbstbild
(logische Ebene), Selbstkonzept, Grundüberzeugungen darüber, wer oder was ich bin; da eine Identität vom jeweiligen Bezugssystem abhängt, kann eine Person mehrere (Teil-) Identitäten besitzen, je nachdem, über welche Zugehörigkeit (zu welchem System) sie sich definiert

selektive Wahrnehmung
s. negative Halluzination, unbewusstes Auswählen von und ignorieren der restlichen Informationen.

sinn-lose Sprache
sprachliche Formulierungen ohne Bezug auf Wahrnehmungskanäle

sinn-volle Sprache
sprachliche Formulierungen mit Bezug auf Wahrnehmungskanäle

Soft Skills, auch Softskills (engl.)
"weiche Fähigkeiten"; in Abgrenzung zu den (harten) Tatsachen ('hard facts') und der betreffenden Fachkompetenz sind Softskills grundlegende Fähigkeiten, auf die der Mensch in praktisch jeder Situation zugreift; dies sind in erster Linie die Fähigkeit, sich selbst zu managen ('Self Skills', Selbstkompetenz) sowie Kommunikationsfertigkeiten ('Communication Skills', Kommunikationskompetenz); desweiteren ist meist auch die Fähigkeit gemeint, Werkzeuge und Strategien zu benutzen (die sog. Methodenkompetenz, Medienkompetenz usw.) > Synonyme: Kernqualitäten, Schlüsselkompetenz

Submodalitäten
konkrete Einzelheiten (über das "wie") der sinnlichen Wahrnehmung; z.B. klar, glänzend (visuell); laut, schreiend (auditiv); glatt, erschütternd (kinästhetisch); aromatisch, duftend (olfaktorisch); bitter, geschmacklos (gustatorisch); Wahrnehmungskanäle (Hauptmodalitäten)

Suggestion (engl. Vorschlag)
erfolgreiche Vermittlung einer Information, z.B. einer Tatsache oder einer Bedeutung an eine
Person

Täter (Tat, tun)
Person, die ihr Selbstbestimmungspotential nutzt; handelt selbstbestimmt der Begriff ist wertfrei zu verstehen, nicht zu verwechseln mit dem Straftäter!

Tatsache
(Tat-Sache!) Ergebnis des Verhaltens in der Gegenwart

TDS
(Transderivationale) Suche des Unterbewusstseins nach Bedeutung

Tiefenstruktur
entspricht dem Begriff Primärerfahrung: alle (bewussten und unbewussten) sinnlichen Bestandteile einer Erfahrung; vs. Oberflächenstruktur

Trance
Down-Time, Zustand der "Erinnerung", Wahrnehmung von etwas, was nicht, noch nicht oder nicht mehr ist oder Suche des Unterbewusstseins nach Bedeutung TDS (Gegenteil: Wachzustand)

Umweltvariablen
Grenzen der gezielten Veränderung, bestimmt durch die individuelle Wahrnehmung; vs. Entscheidungsvariablen

Unterbewusstsein
neurologische Prozesse, die ausserhalb des Bewusstseins ablaufen (der weitaus überwiegende Teil); vs. Bewusstsein

Up-Time
Aufmerksamkeit (Wahrnehmung) ist "nach aussen" gerichtet; vs. Down-Time

VAK, VAKO, VAKOG
(Hauptmodalitäten) die Kanäle sinnlicher Wahrnehmung: sehen (Visuell), hören (Auditiv), fühlen (Kinästhetisch), riechen (Olfaktorisch), schmecken (Gustatorisch); Fühlen, Riechen und Schmecken liegen nah beieinander, weshalb gelegentlich nur die Hauptmodalitäten V-A-K(O/G) unterschieden werden

Verallgemeinerung
(Generalisierung) meist unbewusste Schlussfolgerung aus einer Erfahrung, übertragen auf eine Gruppe "gleicher" Fälle

Verantwortung
(engl. response-ability) die Fähigkeit (auf die Situation) zu antworten, zu handeln, s. Macht

Verhalten
äusserlich erkennbares Handeln oder Unterlassen

Verstand
(Geist) neurologische und damit körperliche Aktivität

Verzerrung
Interpretation des Wahrgenommenen Framing

visuell
der Wahrnehmungskanal des Sehens, umfasst das Sehen der Außenwelt sowie das Sehen vor dem "geistigen Auge"

Wachzustand
Up-Time (Gegenteil: Downtime, Trance, Hypnose)

Wahrnehmung
über die W.-kanäle und durch selektive W., Verzerrung, Verallgemeinerung wahr-nehmen, was wirklich "ist"; Wahrnehmung ist deshalb stets subjektiv, Realität

Wahrnehmungskanäle
(Hauptmodalitäten) die Kanäle sinnlicher Wahrnehmung: sehen (Visuell), hören (Auditiv), fühlen (Kinästhetisch), riechen (Olfaktorisch), schmecken (Gustatorisch); Fühlen, Riechen und Schmecken liegen nah beieinander, weshalb gelegentlich nur die Hauptmodalitäten V-A-K(O/G) unterschieden werden

Wahrnehmungsposition
je mehr Wahrnehmungspositionen wir einnehmen, desto umfangreicher, vollständiger ist die Wahrnehmung und desto besser die Grundlage für unsere Entscheidungen. Wir unterscheiden:

1. Position (assoziiert, meine Wahrnehmung)
2. Position (assoziiert, deine Wahrnehmung)
3. Position (assoziiert, Wahrnehmung des "anwesenden" Beobachters)
Meta-Position (dissoziert, Total-Perspektive)

Werte
(logische Ebene), Grundüberzeugungen der Person, darüber, was wichtig und wertvoll ist. Jeder Wert bildet den Mittelpunkt von Glaubenssätzen und Zielen

Wunschzustand
der aus der Erreichung des Ziels resultierende mentale Zustand;

Ziel
ein konkreter Wunschzustand einer Person; anders als bloße Wünsche sind Ziele stets zeitlich fixiert und in der Vorstellung der jeweiligen Person erreichbar.

Zustand (engl. state)
der mentale Z. einer Person ist das Ergebnis ihrer eigenen Wahrnehmung; nach Kalibrierung für andere äusserlich erkennbar an der Physiologie; es wird unterschieden zwischen: Wunschzustand, Problemzustand, Energiezustand

Zugehörigkeit zum System
(logische Ebene) Bezugssystem für das Selbstbild ("zu welchem grösseren System gehöre ich?"); damit ist z.B. zu erklären, dass Menschen sich im System "Unternehmen", in dem sie arbeiten, unter Umständen ganz anders sehen als im System "Familie"